Die Chronik von 1913 bis heute


Hermann Werner wuchs bei Lodz auf, absolvierte eine Gärtnerlehre und fand in Leipzig eine Anstellung in der Gärtnerei der Eisenwarenfirma Franz Mosentin. Ehefrau Frieda arbeitete als Zigarrenmacherin. Zu Hermanns Pflichten gehörten auch Einkäufe und sein Weg führte ihn oft in ein Eutritzscher Papierwarengeschäft, dessen Besitzerin ihm eine Wohnung samt Geschäft zum Kauf anbot. Die jungen Eheleute ließen sich jeweils ihr Erbe auszahlen und beglichen damit die Kaufsumme. Am 1. Juli 1913 ging die Papierwarenhandlung in den Besitz der Familie Werner über. Die Freude währte indes nicht lange. Hermann musste im erste Kriegsjahr an die Front. Der Kriegsheimkehrer verkaufte nicht nur Papier, Schreibwaren und Spielzeug, sondern setzte sich auch für Berufskollegen ein und beteiligte sich an der Interessengemeinschaft von Einzelhändlern. 1927 war er als 1. Stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Leipzig des Reichsbundes Deutscher Papier- und Schreibwarenhändler e.V. tätig. In den 30er Jahren wurde eine Filiale in der Burgstraße betrieben. Aus dem 2. Weltkrieg kehrte Sohn Fritz Werner nicht heim.

Dessen 1939 geborener Sohn Bernd verbrachte als Kind viel Zeit bei Großmutter Frieda im Geschäft, die nach dem Tod ihres Mannes 1951 den Laden zehn Jahre führte. Anfang der 50er Jahre entschloss sich der Junge zu einer Lehre in der Landwirtschaft. Aber der Stadtmensch vermisste bald Großstadt und Laden. Er kehrte 1956 zurück und lernte Einzelhandelskaufmann. Anfang der 60er Jahre hätte das Geschäft aufgegeben werden müssen, da Großmutter mittlerweile 72 Jahre alt war. So wurde Enkel Bernd 1961 jüngster Gewerbescheinbesitzer Leipzigs. Bis 1971 führte er den Betrieb rein privat, dann als Kommissionshändler der HO. Unterstützt wurde Bernd ab 1972 von seiner Ehefrau Irma, die als mithelfende Ehefrau fest in den Betrieb eingebunden wurde. Werners belieferten auch "gesellschaftliche Bedarfsträger". Umsichtig arbeitete Bernd Werner am Ausbau seines Geschäftes und erweiterte es im Nebenhaus um Räumlichkeiten für die Waren des Kundenkreises. Ab 1985 konnten Spiel- und Schreibwaren getrennt angeboten werden.

Seit 1990 führt Bernd Werner wieder ein reines Privatunternehmen. Um das Wohl der Kundschaft sorgten sich Anfang der 90er Jahre 17 Beschäftigte, denn für Bernd Werner ist ein zufriedener Kunde stets das wichtigste im Geschäft. Seit 1992 ist er Geschäftsführer und Gesellschafter einer GmbH. Neben dem klassischen Bürobedarf handelt die Firma mit Spielwaren, wie Holzbaukästen, Bauserien, Autos und Puppen, Denk- und Strategiespielen, die den Einzelnen und ganze Familien fordern. Auch Bernd Werner engagiert sich für seine Berufskollegen. Gemeinsame Bemühungen alteingesessener Leipziger Händler führten 1990 zur Gründung des Einzelhandelsverbandes Leipzig, dem heutigen Handelsverband Sachsen, Bezirk Westsachsen, dessen Vorsitzender er ist. Nach Ausflügen in andere Branchen und Regionen sind auch zwei seiner drei Kinder wieder zum Familienunternehmen zurückgekehrt. Sohn, Tochter und Schwiegersohn "mischen" in den Geschäften in der Delitzscher Straße 72 mit.

Impressum

Bernd Werner Bürohaus und Spielzeugland GmbH
Delitzscher Straße 72b
04129 Leipzig

Tel.: 0341 / 911 76 44
Fax : 0341 / 911 76 26
Email: fwspiel@web.de

Geschäftsführer: Rolf Almstadt

Eingetragen im Handelsregister Leipzig unter HRB 4699
Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 151858503

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